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Alternative Mitte verurteilt Äußerung —Gauland/Vogelschiss, 03.06.2018

Erklärung der Alternativen Mitte Baden-Württemberg zum Fall Höcke, 16.05.2018

Gründungserklärung der Alternativen Mitte Baden-Württemberg, 19.10.2017


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Alternativen Mitte verurteilt Äußerung und erwartet Entschuldigung, 03.06.2018

Der AfD-Bundesvorsitzende Alexander Gauland hat am vergangenen Samstag, dem 02.06.2018, im thüringischen Seebach an einem Kongress der Jungen Alternative
(JA) teilgenommen. Dabei sagte er, Hitler und die Nationalsozialisten seien nur ein Vogelschiss in 1000 Jahren deutscher Geschichte.

Selbst wenn sich das nur auf das zeitliche Verhältnis der 12 Jahre NS-Zeit zur gesamten deutschen Geschichte bezogen haben sollte, lässt die kaum zu über-bietende Zweideutigkeit dieser Äußerung genügend Raum für die Interpretation, dies beziehe sich auch auf Inhalt und Bedeutung der NS-Zeit. Vom sprachlichen Niveau dieser Äußerung einmal ganz abgesehen. Einem Politiker, der über ein Mindestmaß an Fingerspitzengefühl und Verantwortungsbewusstsein für unsere Geschichte verfügt, darf das nicht passieren. Alexander Gauland hätte als Partei- und Fraktionsvorsitzender der AfD eigentlich die Aufgabe, das für die Partei zu tun, was Angela Merkel für die Bundesrepublik Deutschland tun sollte und genauso wenig macht. Nämlich seine ganze Kraft dem Wohl der Partei zu widmen, ihren Nutzen zu mehren, Schaden von ihr abzuwenden, Satzung und Parteiprogramm zu wahren und zu verteidigen und seine Pflichten gewissenhaft zu erfüllen. Auch wenn er darauf keinen Eid abgelegt hat. Dazu wäre eigentlich gar nicht mehr erforderlich als die Partei in der Öffentlichkeit so zu repräsentieren, wie sie aufgrund der bürgerlichen Mehrheit ihrer Mitglieder wirklich ist.
Es gehört dazu, ein positives und angemessenes Bild der Partei in der medialen Wahrnehmung zu fördern und nicht, durch eigene Äußerungen das genauen Gegenteil zu tun. Nämlich der Öffentlichkeit ein Bild von der AfD als am rechten Rand offene Partei zu vermitteln.
Die AfD hat 30.000 Mitglieder, deren Interessen zu vertreten wären. Die Junge Alternative (JA) hat 2.000 Mitglieder, wovon nicht wenige gar nicht Mitglieder der AfD sind. Wie man es für eine gute Idee halten kann, auf einer so kleinen und für die Partei eher unbedeutenden Veranstaltung so viel Porzellan zu zerschlagen und der AfD damit einen Bärendienst zu erweisen, ist ein Geheimnis, das wahrscheinlich nur Alexander Gauland selbst kennt. Aufgrund der bei der Veranstaltung anwesenden Presse, kann man leider nicht ausschließen, dass das bewusst geschah und die mediale Wirkung kalkuliert ist.



Als Politiker und Mitglieder der AfD entschuldigen wir
uns öffentlich bei allen Opfern des Naziregimes sowie
deren Familien für die als unglaubliche Bagatellisierung
der Nazizeit empfundene Äußerung unseres Parteivorsitzenden.
Wir bitten auch Alexander Gauland selbst, bei allem Respekt
vor seiner Person und seinen Verdiensten für die AfD, sich
öffentlich zu entschuldigen.



Die Sprecher der Interessengemeinschaft Alternative Mitte in der AfD



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Erklärung der der Alternativen Mitte Baden-Württemberg zum Fall Höcke, 16.05.2018

Wir haben zur Kenntnis genommen, dass das Landesschiedsgericht in Thüringen nach langer, sorgfältiger Prüfung befunden hat, dass die Handlungen und Äußerungen von Björn Höcke nicht den vom Parteiengesetz geforderten, enorm hohen Anforderungen an einen Parteiausschluss genügen. Wir sind der Ansicht, dass der Bundesvorstand die Begründung abwartet und nach deren Prüfung entscheidet, ob diese, nicht nur regional relevante Rechtsfrage, vom Bundesschiedsgericht überprüft werden sollte. Im Interesse der gesamten Partei, aber auch im Interesse von Herrn Höcke und dem thüringischen Landesverband und Landesschiedsgericht. Insbesondere, um auch nur den Anschein, es könne sich hier um ein Gefälligkeitsurteil handeln, auszuräumen. Ein Vorwurf, der von den Medien -wie zu erwarten- bereits erhoben wurde. Das Urteil des Landesschiedsgerichts Thüringen kann sowohl vom Bundesvorstand wie auch von Herrn Höcke der Überprüfung durch das Bundesschiedsgericht unterworfen werden. Wir sind der Ansicht: am überzeugendsten und parteidienlichsten wäre es, wenn beide Streitparteien diesen Weg einschlagen würden.

Robert Schmidt
Persönlicher Referent
Harald Pfeiffer, MdL Böblingen
AfD Fraktion im Landtag von Baden - Württemberg

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Gründungserklärung der Alternativen
Mitte Baden Württemberg, 19.10.2017

Eine ideologiefreie, positiv patriotische Politik für Deutschland zugunsten einer wehrhaften, modernen Demokratie in Frieden, Freiheit, Sicherheit und Wohlstand
ist unserer Ziel.
Wir verteidigen die Werte und Ziele des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland und kämpfen für die Forderungen des Grundsatzprogramms der AfD.
Wir tun dies in der Sache verantwortungsvoll und im Stil bürgerlich. Im Umgang mit Parteifreunden wie auch mit Außenstehenden sind Sachlichkeit, Anstand und gegenseitiger Respekt unser Anspruch. Wir wollen zur Stärkung unserer Partei und ihrer Einheit der großen Mehrheit der Mitglieder, also den gemäßigten, bürgerlich-konservativ-patriotischen unter uns, eine konzertierte Stimme verleihen. Damit werden wir die Innen- und die Außenwirkung der gesamten Partei verbessern, und der gemeinsamen Sache zu noch mehr Erfolg verhelfen. Wir stehen für Realpolitik, wir akzeptieren die Spielregeln der parlamentarischen, politischen, konstruktiven Arbeit. Wir verhindern, dass die AfD als sogenannte „Bewegung“ missbraucht und entwertet wird.
Unsere klassischen Themen sind Familie, Bildung, Verteidigung, Innere Sicherheit, soziale Marktwirtschaft Erhard‘scher Prägung, Geldwertstabilität, Sicherung des Rechtsstaats, Erhalt des Nationalstaats in sicheren Grenzen und damit der lokalen Heimat. Jegliche extreme Gesinnung und randständige politische Prioritäten lehnen wir strikt ab. Als stellvertretende Beispiele seien sich über andere erhebender Nationalismus, Revisionismus, Totalitarismus, Genderideologie oder Personenkult genannt. Der deutschen Vergangenheit sind wir uns bewusst, wir zollen ihr großen Respekt für ihre zahllosen großartigen Errungenschaften in Kultur, Wissenschaft und Technik. Ihre dunklen Seiten werden uns immer Mahnung und Ansporn sein, für Freiheit und Demokratie zu kämpfen. Eine gegenwarts- und zukunftsorientierte Politik hat für uns klare Priorität. Unsere Lösungskompetenz für die zahlreichen Konflikte, Unsicherheiten und Bedrohungen unseres Gemeinwesens von innen und außen erwächst aus unserer Berechenbarkeit, Verlässlichkeit, fachlichen Expertise und dem Respekt vor Recht, Ordnung und konservativen Werten. Beliebigkeit, Opportunismus und Feigheit vor den Problemen unserer Zeit, wie sie im Politikversagen der etablierten Parteien zum Ausdruck kommen, sind unsere Sache nicht.
Glaubwürdigkeit, Fleiß, Leistungsfähigkeit und persönliche Integrität in der Politik sind für uns unverzichtbar, wir werden unsere Funktionäre und Mandatsträger daran messen. Als engagierte und überzeugte Mitglieder der AfD arbeiten wir daran, dass diese in der öffentlichen Wahrnehmung künftig besser als das wahrgenommen wird, was sie ganz überwiegend ist:
eine freiheitlich-konservative, bürgerlich-patriotische Partei, die für die vielen politisch heimatlos gewordenen Konservativen in Deutschland wählbar wird, ist
und bleibt.

Wenn Sie diese Werte und Ziele in der AfD mittragen, wenn Sie Mitzeichner dieser Erklärung werden möchten, wenn sie die Interessengemeinschaft der Alternativen Mitte im Landesverband Baden-Württemberg mit aufbauen möchten – dann bitten
wir Sie um eine Mail an: kontakt@am-bw.de
Für die Alternative Mitte Baden Württemberg.


Robert Schmidt
Persönlicher Referent
Harald Pfeiffer, MdL Böblingen
AfD Fraktion im Landtag von Baden - Württemberg


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